Ja, er lebt noch…

Nicht der Holzmichel, sondern unser Großer! Nach ein paar nicht wirklich informativen Telefonaten mit anderen Pfadi-Eltern meldete sich Nils am Sonntagmittag dann selbst bei uns, wir könnten ihn am Lagerplatz abholen. Ich war so froh, ihn zu hören, war selbst überrascht, davon so gerührt zu sein…Und er hat sich sogar für den Brief bedankt, den wir einer durchhajkenden Sippe mitgegeben hatten!

Der Nach-Lager-Kater blieb überraschenderweise aus, keine Allüren, eher Wertschätzung geregelter ausreichender Mahlzeiten und von fließendem warmen Wasser…Und er wäre gerne sofort wieder mit uns Zelten gefahren, aber ich hatte eine Woche Erholung für Alle vom Lagerleben eingeplant, es gab schließlich genug Wäsche zu waschen, ein „bisschen Haushalt“, und einige Nächte in einem richtigen Bett konnten ja auch so verkehrt nicht sein. Außerdem waren Vorbereitungen für den bevorstehenden Schulstart zu treffen, Hefte, Stifte etc. mussten besorgt werden, und bei Beiden war der Friseurbesuch sehr nötig. So gingen die Tage schnell herum und wir freuten uns auf die nächste Runde…

 

Auf zum Bundeslager!

Nachdem unser Urlaub ja doch etwas, nun ja, ungünstig begann, haben wir die knapp 3 Wochen sehr genossen! Die erste Woche war wirklich sehr nass, mächtig viel Wind und Gewitter, bei denen wir uns fragten, woher sie die ganze Energie nahmen, bestimmt nicht aus heißen Luftmassen 😉

Baden waren wir trotzdem fast jeden Tag, bei Regen geht frau halt mit Regenjacke über dem Bikini zurück zum Wohnwagen…Es waren wieder viele Bekannte aus den vergangenen Jahren auf dem Platz, gut besonders für die Kinder, und für unsere abendlichen Spielrunden. Die „Spielsüchtigen“ von gegenüber haben uns gründlich mit dem „Siedler von Catan“-Virus angesteckt, da bleibt man schon mal bis 1 Uhr auf… Wir haben nur leider feststellen müssen, dass es das Spiel so gar nicht mehr gibt, sondern nur noch in einer Neufassung als „Fürsten von Catan“. Aber ich habe schon geschaut, bei ebay gibt es die alte Version noch, auch mit den Ergänzungen.

Nach 2 Wochen Campingplatz sind wir dann kurz weiter gezogen, nämlich zu den Schwiegereltern. Da war das Wetter dann schon deutlich besser, die Krönung des Urlaubs war dann mal wieder der obligatorische Inseltag. Wunderschöne Wellen, nur Sonne, spätes Hochwasser, viele Schätze am Strand und einfach mal warm! Am letzten Tag vor der Heimfahrt hatten wir sogar 25°C Wassertemperatur!

Wieder zu Hause begann der Wäschemarathon – seit Mittwoch lief nämlich das BuLa, zu dem der Große ja auch noch wollte. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass wir erst so spät zurück gekommen sind, weil er dadurch das gigantische Gewitter „verpasst“ hat, welches in der Nacht von Freitag zu Samstag auf alle Anwesenden niederging! Einige Pfadis mussten umquartiert werden, weil Zelte umgeweht worden waren bzw. manche so durchnässt waren, dass sie trockene Unterkünfte, Wechselsachen und warme Getränke brauchten. Aber zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Am Samstag war dann Besuchertag, eine gute Gelegenheit, das Kind ins Geschehen einzuschmuggeln…Mit gepacktem Rucksack haben wir ihn am Eingang abgeliefert, den Namen des Unterlagers wussten wir, denn sonst wäre es schwierig geworden, das entsprechende Zelt zu finden, es waren ja nur 1628 Pfadfinder angereist!