Das richtige Maß

…zu finden ist oft schwer. So ist auch diese sehr lange Pause zu erklären, die ich mir „verordnet“ hatte, nachdem ich gemerkt habe, dass echtes Leben einfach viel mehr zu bieten hat als in einem elektrisch überfüllten Zimmer zu hocken und zu tippen, Bilder zu bearbeiten usw. Schuld daran war vor allen Dingen die Arbeit für das Forum, immer auf dem Sprung, immer nachsehen, ob es Fragen zu veröffentlichten Beiträgen gibt, Kommentare, mal mehr oder weniger nett und der Aufwand für die Bildbearbeitung, wenn die eigenen Ansprüche auch dabei erfüllt werden sollen. Eine Weile habe ich ganz klassisch und altmodisch auf Papier niedergeschrieben, was gerade so passiert, aber die Tastatur ist einfach schneller. Das Tagebuch darf immer auf Reisen mit. Und ich habe mal wieder ganz bewusst Abzüge von Fotos machen lassen, eine wirklich schönes Erlebnis, so ein kleines Flip-Album zu durchblättern.

Was heißt das jetzt? Naja, eine Mischung aus Beidem wahrscheinlich. Wenn ich Lust habe, schreibe ich eben hier ein paar Zeilen, baue ein paar Fotos ein und wenn nicht, dann nicht. Das Lesen alter Beiträge gefällt mir hier auch viel besser und mit der Optik bin ich nach wie vor sehr zufrieden. Also, bis bald hoffentlich.

Die Alte tut’s noch

Ja, so würde man meinen Zustand in der örtlichen Umgangssprache wohl bezeichnen, leicht lädiert, aber noch zu gebrauchen *gg* Nee, ganz so schlimm ist es nun wirklich nicht, gehen geht schon wieder, in normale Schuhe passe ich auch noch hinein, und außer 2 Blasen sind keine weiteren Schäden zu beklagen. Es war ganz gut, dass ich meine armen Füße direkt nach der Heimkehr in einen Bottich mit warmem „Kuschelbad“ getunkt habe, den Ingwer-Kardamom-Honig-Duft mag ich sehr…Danach noch dick mit Sheabutter eingesalbt, und Socken an. Auch Inca wurde ein bisschen verwöhnt, ihre Pfoten hatten ebenfalls gelitten. Teilweise waren die Wege geschottert, und die Ballen waren ziemlich rissig. Aber dafür gibt es Bienenwachs-Pfotenbalsam und heute war sie ganz die Alte. Und weit laufen mag sie, selbst bei Wärme. Außerdem war der Tag heute sehr entspannt, der Kleine war mit einem Freund auswärts zur Bespaßung (Indoor-Spielpark), der Große war ja noch im Lager, und um die Abholung musste ich mich glücklicherweise nicht kümmern. Sein Zustand war erfreulich gut, morgen hat er ja noch einen Tag zur Regeneration, bevor am Mittwoch wieder der Ernst des Lebens beginnt.

Nachdem aus dem leichten Nieselregen pünktlich beim Aussteigen der Heimkehrer aus dem Auto mit schwerem Gepäck ein richtiger Platzregen wurde, hatten sich meine Gartenpläne erst einmal erledigt, aber irgendwann kam die Sonne wieder zum Vorschein, und ich konnte das 2. Frühbeet bearbeiten. 1 volle Schubkarre mit Unkraut später waren 2/3 der Fläche frei, und ich konnte meinen Hokkaido zu Boden lassen. Heute ist nämlich Fruchttag, morgen zwar auch noch, aber wer weiß, was da wieder los ist! Anschließend direkt die dicke Gitterfolie darüber ausgebreitet, so sollte er gut durch die Nacht kommen.

Und hier noch das Lied des Tages, kam heute Mittag im Radio, und ich finde es immer wieder wunderbar…Einfach zum Träumen, und auch mit Saxophon 😉

Wenn aus der gesuchten Campingplatzhose…

…ein hübscher Outdoor-Rock wird, dann stimmen wohl Angebot und Nachfrage mal wieder nicht überein ;-). Hauptsache luftig, pflegeleicht und schnelltrocknend. Denn mal ehrlich, entweder ist gutes Wetter und frau braucht nur Badesachen und wenig anderes oder es regnet, und dann sind Gummistiefel und Regenjacke über dem Bikini gefragt. Und irgendwie sind meine ganzen Hosen ziemlich schlabberig geworden. Nun also ein Rock.

Was war sonst noch? Spätabends ein aufgekratztes, gutgelauntes Kind nach Hause kutschiert, es war mit einem Schulfreund beim letzten Saisonspiel in Mönchengladbach gewesen, und ist mit reichlich Beute nach Hause gekommen. Der Große ist ja immer noch mit den Pfadfindern im Pfingstlager, und hoffentlich hält das Wetter noch bis Montag, so dass sie wenigstens im Trockenen abbauen können. Nasse Zeltbahnen einpacken müssen macht keinen Spaß, noch schlimmer ist das anschließende Trocknen zuhause…Und ich suche jetzt weiter nach einem Midi-Zelt.

Keine Lust

…auf das Arbeitsleben 🙁 Momentan ist es so, dass ich nicht unter Langeweile leiden müsste, wenn ich zu Hause bleiben würde, ich könnte mich schon beschäftigen. Aber in den letzten Wochen hatte ich soviel „frei“, da muss ich schauen, dass ich wieder ein paar Stunden zusammen bekomme. Und wie schon mal erwähnt, nach den Sommerferien sortiert sich zwangsläufig alles neu, und dann werde ich versuchen, mir echte freie Tage zu schaffen. Der Hund hält es auch eine Stunde länger ohne mich aus, und dann lieber 3x arbeiten gehen, als jeden Tag ein bisschen. Die meiste Zeit hatte ich, als der Kleine noch im Kindergarten war. Da konnte ich lange in der Werkstatt sein, ihn nach Mittagessen und Mittagsruhe gutgelaunt abholen und direkt zur Musikschule oder zum Handballtraining bringen, ohne viel Fahrerei und Hetze. Da konnte ich es mir auch erlauben, zum Reiten zu gehen, weil ich sicher sein konnte, dass er an dem Tag gut aufgehoben ist und ich nicht ständig zur Uhr schauen musste. Das war schlagartig vorbei, als er in die Grundschule kam und jeden Tag um 11:45 Uhr nach Hause kam. Das hätte nicht mal für die Fahrt zum Stall und zurück gereicht, vom Reiten ganz zu schweigen. Und so liegen meine schönen Full Chaps im Keller herum, und verstehen die Welt nicht mehr. Ich würde wahnsinnig gerne mal wieder auf ein Pferd, auch wenn ich nicht weiß, ob ich noch so schwungvoll wie früher draufkommen würde…

Umgraben? Geht auch noch!

Letztes Jahr habe ich fast täglich ein paar laufende Meter Beet umgegraben, der alte Gemüsegarten war ja komplett eingesät worden und sehr verwildert. Das war ganz schön anstrengend, und ich war oft kaputt, aber so richtig schlimm war es am 1. Juni, als mich ein übler Hexenschuss erwischt hatte. Und ich habe sehr lange etwas davon gehabt, selbst 6 Wochen danach war ich nicht wieder so in Form, wie ich das gerne gewesen wäre. Diese Erfahrung hat mich doch etwas ausgebremst, und ich wollte mich auf keinen Fall schon wieder so kaputtmachen, also habe ich mich gartentechnisch sehr zurückgehalten. Fand ich nicht toll, aber die Prioritäten lagen in diesem Frühjahr eben auf anderen Dingen. Nur um das Frühbeet tat es mir sehr leid. Aber was heißt hier schon Beet, es sind 9 Meter! Freundlicherweise hat sich der Hausherr erbarmt, so dass ich immerhin schon das mittlere Segment wieder zur Verfügung habe, nächste Woche werden Salatpflanzen gekauft. Dann ist auch wieder Pflanzzeit, ohne mein gelbes Heft mache ich so gut wie gar nichts. Und dann habe ich mich heute doch noch selbst mal wieder an der Gabel versucht, eine kleine Ecke zum Lückenschluss fehlte noch, und es ging noch und tat gar nicht weh 🙂 Ich verspreche, brav zu sein und es nicht wieder zu übertreiben, aber so ganz ohne kann ich eben doch nicht. Und es gibt nichts Schöneres, als durch den Garten zu streifen und hier etwas auszugraben, da etwas abzuschneiden, und dann mit den gesammelten Schätzen in der Küche zu verschwinden. Und der Hund frisst die Sachen aus eigenem Anbau auch viel lieber als gekauftes Gemüse. Gurken zum Beispiel überhaupt nicht, das angebotene Stück Freilandgurke wurde dagegen sofort gefressen. Das bedeutet aber auch, dass Inca schonmal alleine ernten geht, Radieschen und Möhren gräbt sie sich selbst aus, die verschwundenen Erdbeeren konnten wir ihr auch nachweisen…

Keine Zeit zum Schreiben

Gestern hatte ich den PC überhaupt nicht an, und das hatte seinen Grund. Ich befinde mich gerade in der experimentellen Phase und wenn es mich gepackt hat, dann habe ich keine Ruhe für andere Dinge. Besonders wenn der Ausgang ungewiss ist, es sich um ein neues Schnittmuster handelt oder wenigstens um eine bisher nicht versuchte Variation ohne Gelinggarantie. Und ich habe festgestellt, dass ich noch immer viel zu wenige Spitzen in meiner Schachtel habe bzw. nie die richtige zu den Stoffen, die reichlicher vorhanden sind. Am liebsten würde ich mal eine kleine Reise nach Weilerswist unternehmen, aber das könnte ein schlimmes Ende nehmen *seufz*

Mit „Shelley“ bin ich natürlich nicht weitergekommen, nachdem ich ja ein schönes Untendrunter für das Montagskleid gefunden hatte, war es nicht mehr so dringend, und der Business-Shaper war genau richtig für das Spitzenkleid, da hätte das Weiß nämlich aus den Armausschnitten herausgeblitzt. Und das will ja niemand! Die Teile liegen momentan auf dem Zuschnitttisch herum, ein wenig Muse wäre schon nötig, um ans Zusammenfriemeln zu gehen. Ich bleibe dran, vorerst muss das „Rebecca“- Höschen aber fertig werden. Hoffentlich reicht die Zierlitze noch.

Heute Mittag…

…gab es VK-Farfalle (im Gegensatz zu anderen klagen meine Kinder nie, wenn es „dunkle“ Nudeln gibt *gg*) mit Bärlauch-Pesto und frischen Kirschtomaten, danach einen Obstsalat.

Besonders der Kleine hatte etwas Kraftfutter nötig, 3 Tage Klassenfahrt zehren doch…Und er ist mit reichlichen Blessuren nach Hause gekommen, blaue Flecken, Schürfwunden, naja, das ganz normale warme-Jahreszeit-Programm eben. Zum Glück ist langes Wochenende, da kann er sich erholen. Bis auf Fußballtraining und ein Punktspiel steht nichts auf dem Programm. Was war sonst noch? Viel Rasenmähen bis der Tank leer war, ich habe heute zum ersten Mal die obere Wiese bearbeitet, ist sonst nicht mein Revier, aber morgen ist ja Feiertag und ab Freitag könnte das Wetter schlechter werden, also musste das heute noch sein. Und bei uns ist mal wieder die Straße gesperrt, abgefräst ist die Decke schon, da kann ich wieder schön ungestört mit Inca spazieren gehen, weil keine Autos fahren.

Die Badesaison ist eröffnet!

Heute morgen hatte ich ein paar Dinge zu erledigen, und weil ich schon mal in der Nähe war, habe ich einen kleinen Abstecher zum Freibad gemacht. Wollte mal schauen, wann es da los geht. Tja, es hatte schon auf, und ich habe es sehr bedauert, kein Handtuch und keinen Bikini dabei gehabt zu haben. 21°C Wassertemperatur, das ist ja richtig warm! Früher begann man die Saison bei 14-15°, da waren die Bäder noch nicht beheizt. Mein persönlicher Rekord ist immer noch Allerheiligen 1994, Timmendorfer Strand. Alle anderen Leute gingen dick eingepackt spazieren, und ich ins Wasser…Und weil ich keine Lust hatte, noch einmal Richtung Bad zu düsen und außerdem viel zu tun war (unter anderem mal wieder Rasenmähen), habe ich mich mit einer Watrunde durch den eigenen Teich begnügt. Der ist noch sehr kühl und außerdem gerade so voller Blütenstaub, dass mir nicht nach Schwimmen zumute war. Aber das kommt noch, ganz bestimmt.

t-3

Wie schon in der Überschriftl zu erkennen ist: noch 3 Tage bis Sonntag, und so langsam legt sich der Qualm…Heute war ich beim Friseur (und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis), habe u.a. die Tischdecken gebügelt, wiederholte Hosenanprobe beim großen Kind hat ergeben, dass die Länge gut ist, wenn der Gürtel richtig sitzt!, ein Teil der Einkäufe für Backzwang und Montag ist getätigt, und ich habe ein ausführliches Telefonat mit meiner Montagshilfe geführt, nach dem ich doch um einiges beruhigter war als vorher. Im Prinzip ist alles klar, und das Fest kann kommen. Morgen also Restarbeiten zu Hause, nachmittags Elternsprechtag, während der Konfirmand die Kirche schrubbt, Tisch- und Stuhltransfer zu uns, und die abendliche Chorprobe nicht  vergessen. Jetzt bleibt noch zu hoffen, dass die Wetterfrösche mit ihrer Prognose nicht ganz danebenliegen, die Aussichten sind nämlich gut. Und der Hund sollte morgen bitte wieder richtig fit sein, seit dem Nachmittag hatte Inca etwas am rechten Auge, ständig gekniept und am liebsten beide Augen geschlossen gehalten. Nach zweimaliger Gabe von 1 Tropfen Euphrasia-Augentropfen scheint es aber schon besser zu sein. Wir werden sehen…

  • Tische – erledigt
  • Kuchengabeln und Kaffeelöffel – erledigt
  • Klamotten für Alle – erledigt, Stop! Hose muss noch passend gesäumt werden!
  • Stühle – fehlen noch erledigt
  • Tischdecken – fehlen noch erledigt
  • Handtasche – fehlt noch erledigt
  • ein bisschen Farbe fürs Gesicht – fehlt noch fällt aus wegen ist nicht nötig 😉
  • Friseur – fehlt noch erledigt
  • Hemden bügeln für meine 3 Männer – fehlt noch
  • Fädchen am Kleid vernähen – fehlt noch
  • Friseur großes Kind – fehlt noch, Samstag
  • Kuchen backen – Samstag
  • Einkaufen – Freitag und Samstag (Erdbeeren müssen frisch sein)
  • Besuchsbespaßung – Samstag spätnachmittags

Romantik? Ja, bitte!

Nachdem ich mich vor ein paar Wochen brav durch „Finde Deinen Stil“ gearbeitet habe, weiß ich nun, dass ich angeblich zum romantischen Typ mit dramatischem Einschlag gehöre. ??? Genauso ging es mir nach der Buchlektüre, wobei, wenn ich ehrlich bin, etwas Wahres könnte dran sein. Ich habe es bisher immer nur konsequent verleugnet, um mich nicht lächerlich zu machen oder so. Und ausleben hätte ich diesen Stil sowieso nicht können, bin eher praktisch veranlagt und mehr so in Gummistiefeln unterwegs, auch der Arbeitsplatz gibt wenig Freiraum für weibliche Kleidung. Latzhose und Sicherheitsschuhe passen in das Raster nicht hinein. Was mache ich nun mit der Erkenntnis? Ich versuche es mal vorsichtig, die letzten Kleiderkäufe gingen schon in die richtige Richtung, und morgen geht es dann zum Friseur. Bin gespannt, wie ich wieder nach Hause komme. Zwei Dinge kann ich jedoch ausschließen: Löckchen und Farbe, ansonsten ist alles möglich *gg*

Und hier noch die passende Musik zum Thema:

J. G. Rheinberger: II. Konzert für Orgel und Orchester g-moll I. Grave                              (Es gibt bestimmt Aufnahmen bei Youtube mit besserer Tonqualität, aber an der Orgel habe ich schon gearbeitet, deshalb musste es diese sein.)

Das ist so richtige „Badewannenmusik“, nein, man soll die nicht in der Badewanne hören, sondern ich finde, dass man sich so richtig in den Klangteppich hineinlegen kann. Das nenne ich dann so…

Edit: Hier eine andere Einspielung zum Vergleich.