Leckeres Wochenende

Man könnte ja meinen, es hätte genug Gutes zu essen gegeben, aber die Restwoche habe ich mich sehr zurück gehalten. Es gab einige Reste, die verarbeitet wurden, und Süßes konnte ich überhaupt nicht mehr sehen. Macht ja nichts. Deshalb also Kontrastprogramm. Ich hatte Lust auf Spargel, und bei uns stehen an strategisch günstigen Orten am Wochenende Verkaufsbüdchen mit Erdbeeren und Spargel. Nur früher in Süddeutschland war es noch besser, da wurde der frisch direkt neben dem Feld verkauft. Und Grillen wäre auch mal wieder nett, also kam das auch auf die Liste. Nachdem das Wetter am Samstag nicht so toll war, gab es also den Spargel zuerst, mit alten Kartoffeln, Schinken und Butter, für mich mit Kresse-Vinaigrette. Die hat der Kleine nicht gemocht. Und heute dann also Feuer frei, Steaks, Würstchen und Salat aus Basmati-Wildreis-Mischung mit Rucola, Kirschtomaten und Paprika. Die Freundin von nebenan war auch mit von der Partie, und das Wetter hat auch mitgespielt. Die Erdbeeren gab es später zum Kaffee, da konnten wir auf Kuchen gut verzichten. Ich hätte immer noch keinen gemocht…

Festvorbereitungen

Naja, so ganz richtig ist das nicht. Aber der Zeitpunkt passte ganz gut und die Arbeiten müssen ja irgendwann erledigt werden, warum also nicht heute?

Das Wetter wurde ab dem Mittag immer besser und es gab sonst nichts Dringendes auf dem Plan. So wurde die lange Leiter herbei geschafft und dem Efeu zu Leibe gerückt. Ich habe die Nistkästen sauber gemacht (wenn man schon mal so hoch hinaus kommt), und dabei die kuschelige Füllung bestaunt, ganz zuoberst eine dicke Schicht ausgebürstetes Pferdewinterfell, sah sehr gemütlich aus…Bei einem Kasten fehlte noch Dachpappe, da war ich bei der letzten Renovierung nicht dran gekommen. Also schnell ein passendes Stück abgeschnitten und fest genagelt. Mein Mann hatte inzwischen die Wand vom Efeu befreit und die Kletterrose neu arrangiert, so dass die Kästen wieder an ihre Plätze gehängt werden konnten.

Übrigens konnte ich heute 3 Artikel auf meiner „Wunschliste“ abhaken: Schürhaken, Kohlenschaufel und Brikettzange habe ich beim Eisenwarenhändler meines Vertrauens erstanden. Und ein kleines Feuer zum Abend haben wir uns heute auch noch gegönnt, so ganz ohne Sinn und Verstand.

Jetzt muss morgen nur noch das Wetter mitspielen, denn Burgfest bei Regen oder Dauernebel ist eine ziemlich trostlose Angelegenheit…

Jagdfieber

Ich bin ja der Meinung, dass sich antizyklische Käufe rentieren und zudem auch noch Spaß machen, den größten Vorteil sehe ich aber darin, zu Beginn der neuen Saison alles zusammen zu haben. Außerdem vergisst man oft, was sich bewährt hat, was vermisst wurde usw. usf. Deshalb bin ich damit beschäftigt, weitere Ausrüstung fürs Leben – und besonders fürs Kochen – draußen  aufzutreiben.

Der 1. Erfolg ist zu verbuchen, eine schöne emaillierte Feuerschale, ausreichend groß noch dazu und viel stabiler als der wackelige Grill, bei dem ich immer die Beine festschrauben muss, wenn er auswärts gebraucht wird.

Und nachdem meine schmiedeeiserne Pfanne auch wieder funktionstüchtig ist, geht die Jagd nach guss- und schmiedeeisernen Koch-und Backgerätschaften weiter. Ein altes Waffeleisen zum Beispiel… Vielleicht finde ich etwas Brauchbares auf dem Burgfest am Sonntag. Ein schöner Schmortopf würde für den Anfang auch schon genügen. Meine Beobachtungsliste bei ebay ist momentan mal wieder sehr umfangreich *gg*

Rauchzeichen

Ganz ehrlich: Seit unserer Kurzvisite beim BuLa hat mich der Draussen-Koch-und-Brutzel-Virus doch sehr stark in Beschlag genommen! Bisher haben wir uns ja immer auf das „normale“ Grillen beschränkt, aber jetzt hat mich doch die Experimentierlust gepackt! Ein paar geglückte Versuche mit dem Wok gab es schon, ein Eintopf auf loderndem Holzfeuer – ja, inzwischen weiß ich es besser – war auch essbar, aber es ist ja alles ausbaufähig. Ich habe viel im Internet gestöbert, sowohl nach Rezepten als auch nach Basiswissen. Dabei bin ich auf die Seiten von Carsten Bothe gestoßen, der alles vertreibt, was man für die Outdoorküche benötigt, aber auch sehr informative Artikel zu diversen Draussen-Themen veröffentlicht, für Alle, die seine Bücher (noch) nicht kaufen möchten bzw. zum Anfüttern… Und dabei habe ich gelesen, dass hohe Flammen nicht gut sind (der Topf ist von außen recht dunkel geworden), wie ein Kochfeuer angelegt werden muss und noch vieles mehr. Am Mittwoch war schönes Wetter, wer weiß, wie lange das noch hält, Nils war von seiner Klassenfahrt zurück und mir war mal wieder nach Gartenküche! Ich habe rechtzeitig mit dem Feuermachen begonnen und in der Anheizzeit das Essen vorbereitet, weil dafür nämlich immer genug Zeit ist, man braucht sich also nicht zu stressen 😉 Nur die kleinen Hähnchenkeulen hatte ich schon früher mariniert, damit die Gewürze gut einziehen konnten. Die habe ich in 2 Päckchen Alufolie gewickelt, schön fest, damit das Öl beim Wenden nicht so herausläuft, und dann in der gelochten Grillpfanne auf die Glut gestellt, in der Zwischenzeit das Gemüse zerkleinert (Porree, Zucchini, Möhren) und eine kleine Portion Hefeteig hergestellt.

Die Hähnchenteile schmurgelten richtig schön in der Folie, kamen dann vom Feuer weg, sofort den Wok mit dem Gemüse aufgestellt und zum Schluss die ausgepackten Keulen zum Gemüse in den Wok dazu. Hmmm, das war richtig lecker und das Fleisch auch gründlich durchgegart, so hätte es auch sicher mein Mann gegessen…Als alles aufgegessen war, habe ich aus dem Teig ganz dünne Fladen geformt und die im Wok gebacken, okay, wohl ein bisschen zu dünn, aber teilweise essbar. Wäre ja auch seltsam, wenn auf Anhieb alles perfekt gewesen wäre! Im Wok klappt es aber besser als in meiner Eisenpfanne, die müsste wohl mal wieder richtig eingebraten werden. lag zu lange unbenutzt im Keller herum. Darin hing der Teig nur fest und wurde schwarz…

Beim Ins-Bett-Bringen sagte mein Kleiner ganz vorwurfsvoll: „Mama, du stinkst nach Rauch!“ Tja, das wird  wohl noch öfter vorkommen!