Der Montag danach…

Familienleben findet bei uns ja eher weniger statt, aus verschiedenen Gründen, deshalb gibt es auch keine regelmäßigen Treffen, Feste u.ä. Ich hatte dem Großen deshalb versprochen, alle Menschen einladen zu dürfen, die er gerne versammelt hätte. Und die Liste war dann deutlich länger als die mit der sogenannten „engen Familie“. Aktuelle und ehemalige Nachbarschaft, weitere Verwandschaft bzw. Sippschaft, Pfadfinder und einfach so Freunde und Bekannte. Und das wurde dann auf den Montagnachmittag gelegt.

Der Tag fing etwas hektisch an, das kleine Kind musste zum Bus gebracht werden (Klassenfahrt), ein paar Einkäufe waren zu erledigen, und natürlich die Vorbereitungen für das Kaffeetrinken. Wobei Kaffeetrinken die Sache nur unzureichend beschreibt, es ist eher so ein übergangsloses Wechseln zwischen süß und herzhaft, Kaffee und Bier bzw. Wein für die Damen 😉 Und da meine beste Chorfreundin oft bei solchen Anlässen eingeladen ist, weiß sie auch, was da so üblich ist. Dementsprechend lang waren die Einkaufszettel im Vorfeld gewesen, am Morgen wurde noch der Garten geplündert – ja, auch die Akeleien mussten dran glauben, selbst vor meinem „Tränenden Herz“ in Weiß (Dicentra spectabilis „Alba“) habe ich nicht Halt gemacht! – und mit allem anderen Geraffel ging es dann zum Saal. Die beste Freundin war schon da, und es ging los. Tischanordnung und Bestuhlung wurden ausprobiert, dann wurde eingedeckt, damit die Deko angebracht werden konnte. Das habe ich Irmgard überlassen, ich habe nur Akeleien und Frauenmantel in die Vasen gestellt, das gefiel mir von allen Varianten am besten.

An dem Tag haben wir sehr viel über das „richtige“ Schmieren von Schnittchen gelernt, Wahnsinn, was sie so alles gezaubert hat. Fast zu schade zum Essen! Aber am Ende sah alles ganz wunderbar aus, und wir konnten noch einmal schnell nach Hause fahren, uns duschen und umziehen. Als wir zurück kamen, duftete es schon nach Kaffee, die inzwischen zwei guten Feen hatten fleißig vorgekocht, und alles war bereit. Die ersten Gäste kamen sehr pünktlich, und bald war die Runde komplett. Die Zeit verging wie im Flug, alle haben sich sehr wohlgefühlt, es gab angeregte Gespräche und keine Langeweile, und die herzhaften Kreationen und der Kuchen wurden sehr gelobt und natürlich auch verspeist. Um das Ganze etwas abzukürzen: 21 Uhr waren wir mit Aufräumen und Saubermachen fertig und fuhren ziemlich geplättet nach Hause. Auch wenn es ganz schön anstrengend war, es hat Spaß gemacht, wir haben unser erstes richtiges Fest gut über die Bühne bekommen, und es wird sicher nicht das letzte gewesen sein. Spätestens in 4 Jahren, zur nächsten Konfirmation, wird es wieder die Gelegenheit geben, alles mögliche aufzufahren…

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