Eigentlich

…wollte ich von meinem eingespannten, gehefteten Kissensandwich schreiben, aber ich habe zuviel Zeit anderswo verbraten. Und nun mag ich nicht mehr 🙁

Aber ich habe die Flügelmutter gut angezogen, das Quiltobjekt kommt nicht davon. Und ich kann es kaum erwarten, endlich anzufangen. Garn ist eingefädelt und verknotet, der 1. Stich platziert. Morgen.

Rauschstoffkauf

Heute morgen wie geplant – okay, eine halbe Stunde später – im Laden eingetroffen und meine ganzen Schätze ausgebreitet. Dann mit den vorrätigen Stoffen Kombination für Kombination ausgelegt und begutachtet. Ich bin sogar auf die Klappleiter geklettert, um die Wirkung in der Draufsicht zu prüfen… Entscheidung ist gefallen, ich hab’s! Und zwar alles, was ich zur Verwirklichung brauche, jedenfalls an Stoff. War zwar eine recht teure Angelegenheit, aber es wäre doch sehr ärgerlich, wenn ich „Notstoff“ verwenden müsste, der dann nicht so gut zum Rest passt, weil ich mich jetzt nicht zum Kauf hätte entschließen können. Und genau die Unis, die es jetzt neu gab, braucht der Quilt auf jeden Fall. Von den gemusterten Stoffen für die „Flying Geese“ habe ich auch noch ein kleines Stück mitgenommen, das sollte nun wirklich genügen. Gerade trudeln die letzten Stoffe in der Waschmaschine, ein Teil flattert schon im Wind.

Ich kann es gar nicht fassen, alles komplett zu haben. Aber mal ehrlich, eine Belohnung für die vergangenen harten Wochen habe ich mir wirklich verdient.

*platzvorglück*

Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll…

Vom MoQua hatte ich ja schon berichtet, und heute nachmittag bin ich dann zum Stoffgeschäft gefahren. Wie befürchtet, nicht allzuviel Brauchbares da, aber nach viel Hin und Her und Ballenanhalten fiel die Wahl auf einen khakifarbenen Baumwollstoff mit leichter Struktur. Garn, Knöpfe und Einlage dazu – soweit alles klar. Aber ich hatte auch noch ein paar Teile vom angefangenen Rosenkissen dabei, weil ich noch Quiltgarn, RV und Rückseitenstoff dafür brauchte. Für die Rückseite und die Vorderseitenumrandung wurde ein cremefarbener PW-Stoff ausgesucht. Und der war aus der gleichen Serie, wie mein angefangener Für-mich-Quilt! Tatsächlich, da lag uni creme, beigegrau und petrol im Regal! Ich konnte es kaum glauben, genau die Farben, nach denen ich schon vor dem Urlaub gefragt hatte und die unbeschaffbar erschienen…Dummerweise hatte ich meine schon gekauften Stoffe und das gepatchte Mittelteil nicht dabei (logisch, wer schleppt schon alle unvollendeten Projekte mit sich herum, ich jedenfalls nicht), ich war aber auch zu dusselig, um die Verkäuferin um Aufschub zu bitten. Zu Hause habe ich sofort alle Einzelteile zusammen gesucht und auf dem Bett ausgelegt, musste richtig überlegen, um die Anordnung wieder hinzubekommen.

Und jetzt bin ich völlig aus dem Häuschen vor lauter Aufregung und Vorfreude, Patchwork ist wirklich ungeheuer spannend, die vielen Möglichkeiten, Stoffe und Muster zu kombinieren sind einfach Wahnsinn. Was werde ich also morgen früh machen? Richtig, bei Ladenöffnung vor der Tür stehen, aber diesmal mit meinem ganzen Packen und alles ausprobieren, was die Serie zu bieten hat.

Und ich kann es kaum erwarten, am Quilt weiterzuarbeiten. Das Rosenkissen wird aber auch richtig hübsch werden und das Zusammennähen der Patches mit der Maschine geht wirklich schnell. Habe ich bisher ja noch nie gemacht, die Handnäherei vom Blumengarten war ganz schön elendig…Jetzt kann das Schmuddelwetter kommen, Beschäftigung habe ich genug 😉

Rundumschlag

Das hier wird dann so eine Querbeet-Zusammenfassung der Ereignisse, die auch mir im Gedächtnis haften geblieben sind 🙂

Anfangen möchte ich mit der Weiterführung des PW-Themas, das im Moment leider etwas brach liegt, aus mehreren Gründen. So richtig Zeit dafür habe ich nicht, außerdem warte ich immer noch auf die Rückmeldung meiner Stoffdealerin, ob meine Wunschstoffe auch noch beschaffbar sind (okay, ich könnte ja auch mal anrufen). Ursprünglich wollte ich das Sandwich ja mit in den Urlaub nehmen, um etwas zum Handquilten zu haben, aber das wird auf keinen Fall klappen.

Aber ich habe jetzt drei eigene Stripper 😉

Was ich mit denen mache? Bis jetzt noch nicht so viel, nur die 60° Rautenschablone war schon im Einsatz, ich „spare“ nämlich auf einen Babyblock-Scrap-Quilt. Im „Patchwork Ideen“ 2/2012 war ein sehr schöner, der mich reizt. Und nun schneide ich also aus allen vorhandenen Stoffen jeweils eine Raute zu, die dann in einer Kiste zwischengelagert werden.

Kleidung für mich sollte einfach viel weiter oben auf  der To-do-Liste stehen, ich brauche nämlich passende Teile und außerdem ist nicht einzusehen, warum ich ausgerechnet für mich nichts Schönes machen sollte.

Schnittanpassung verläuft bis jetzt immer sehr unbefriedigend, ich habe gerade mal einen Shirtschnitt, der passt, okay, Slips gehen auch immer, aber das reicht ja nicht für alle Gelegenheiten. Nach langem Überlegen und Diskutieren mit anderen HS habe ich mich für den Hofenbitzer entschieden. Zwar sollen die meisten Konstruktionsbücher für OW jenseits von 100cm nicht ausgelegt sein, aber die letzten fehlenden Zentimeter sollte ich irgendwie hineingebastelt bekommen. Hätte so gerne schöne Blusen oder einfache Tops aus BW-Webstoff, von einem netten Kleid ganz zu schweigen. Und meine Kisten sind gut gefüllt mit Stoff. Die BH-Tüfteleien liegen momentan ja auch auf Eis 🙁

Jetzt lasse ich aber zum Tagesausklang Adele noch eine Runde singen, Gute Nacht!

Vorfreude

Nachdem ich die Rosentischdecke vor ungefähr 2 Wochen verschenkt habe, bin ich erst einmal in ein richtiges Motivationsloch gefallen! Die Decke – bzw. die Arbeit daran – hat mir richtig gefehlt. Ich habe sogar aus Verzweiflung ein kleines Probeläppchen mit Handstichen versehen! Und sie haben mir viel besser als auf der Decke gefallen! Aber ich weiß auch warum: Für die Decke hatte ich aufbügelbares VV benutzt, außerdem mangels Quiltgarn normalen Allesnäher, das konnte einfach nicht „ploppen“! Zum Handquiltingüben habe ich 2 bebügelte Rückseitenreste zusammen geheftet und munter drauflos gequiltet. (Ich hatte nämlich beim letzten Besuch im Stoffgeschäft eine 200m-Rolle Coats „Kolibri“ mitgenommen, scheint eine Auslauf-Qualität zu sein, dürfte dem neueren Dual Duty ähnlich sein. Ich bin davon so begeistert, kein Vergleich zum normalen Nähgarn! Und jetzt klappt es auch mit dem Anfangsknoten, aber ich mache den inzwischen nach der Jinny Beyer-Methode 😉 )

Apropos Jinny Beyer: Vor kurzem habe ich bei ebay ein echtes Schnäppchen und einen guten Fang dazu gemacht! Ich habe nämlich sehr günstig ein tolles Buch von ihr ersteigert „Quiltmaking by Hand: Simple Stichtes, Exquisite Quilts“. Das Buch ist der absolute Wahnsinn, alles genau erklärt, sehr umfangreich, viel Wissenswertes zu Patchwork und Quilten allgemein und sooo tolle Fotos! Jetzt gibt es gar kein Halten mehr für mich.

Und damit komme ich zum eigentlichen Thema, der Vorfreude.

Beim vorletzten Besuch im Stoffladen habe ich mir doch eine ganze Reihe netter französischer PW-Stoffe gegönnt, als Ausgleich für den entgangenen SM-Besuch. Anfangs bin ich davon ausgegangen, dass auch diese Stoffe eine ganze Weile in meinem Fundus lagern werden, aber das insgesamt gute Gelingen der Rosendecke hat mich doch sehr ermutigt, mich gleich an ein schönes Projekt aus tollen Stoffen zu wagen. Da meine Sammlung leider nicht umfangreich genug ist, um einen schönen Sampler zusammen zu bekommen, habe ich mir in den letzten Tagen  ständig den Kopf zerbrochen, wie ich die Stoffe am besten verwende und ob die Menge überhaupt für einen ganzen Quilt reichen würde…

Wenn ich noch neutralen Stoff für einen mittleren Rand dazukaufe, sollte es für einen großen Quilt genügen. Und die Verteilung steht auch schon ziemlich fest, für kleinere Änderungen bin ich offen, aber das Gesamtkonzept ist innerlich abgenickt…

Ich konnte an fast nichts Anderes mehr denken, mir schwirrte der Kopf vor lauter Quadrate-Schieberei, ständig bin ich zum Buchregal geflitzt und habe eine nach der anderen Zeitschrift heraus gezerrt, und noch einmal alle PW-Bücher von vorne bis hinten auf der Suche nach der Idee durchgeblättert! Patchwork ist doch ziemlich spannend!

Eine neue Leidenschaft *seufz*

Ich dachte ja immer, Nähen um Papier ist langweilig, aber einmal wollte ich es versuchen, tja, das habe ich nun davon.

„Richtiges“ Patchwork habe ich bisher gar nicht gemacht, klar, mal einen hübschen ToLa, aber das war es auch schon…

Wir sind ja überhaupt nicht die Typen für Knick-im-Kissen, Tagesdecken, Schabrackenvorhänge und Ähnliches, aber einen dezenten Quilt fürs Bett könnte ich mir schon vorstellen. Der müsste dann aber sehr ausgesucht, wohldurchdacht und eher modern gehalten sein, da traue ich mich noch nicht ran. Mal abgesehen von den Kosten! Für so ein Projekt müssen die Ideen und Vorstellungen eine Weile reifen, es gibt ja so schöne Muster und Möglichkeiten, am leichtesten würde die Farbwahl fallen. Naja, und bis es soweit ist, probiere ich eben ein wenig an kleinen Dingen, hilft sicher auf Dauer bei der Geschmacksbildung *gg*.

Versucht habe ich mich an einem Rautenstern, der gefällt mir gut. Hat auch einigermaßen geklappt, aber die Spitze macht die Sache schwierig, die NZG muss ja zweimal umgeklappt werden. Für viele Teile ungeeignet, bei meinem derzeitigen Stand.

Also nächster Versuch mit Hexagonen. Eine schöne Serie mit Rosenstoffen und passenden marmorierten liegt schon länger im Vorrat, die habe ich ans Licht gezerrt. Und nun liesele ich vor mich hin, und wenn sie nicht gestorben ist, dann lieselt sie noch immer…